ORYZA ReisWeltreise - Teil 2
Familie Huang kocht Schlangenfisch mit Reis
| |
| |
Das Delta des Mekong ist zudem der größte Obstgarten des Landes. Der Fluss und sein fruchtbarer Schlick tragen dazu bei, dass hier noch viel vom ländlichen und ursprünglichen Leben Vietnams zu finden ist. Schon die Fläche eines kleinen Gartens, kann hier eine Familie ernähren. Und so ursprünglich und einfach wie das Leben hier, ist auch die Küche dieser Region. Schon seit Generationen wird das gekocht, was in den Gärten um die Häuser gedeiht. Eines dieser einfachen Gerichte ist im Tontopf geschmorter Schlangenkopffisch mit Reis und frischen Drachenbohnen.Um diese ursprünglich ländliche Küche zu entdecken, verlassen wir das brodelnde Saigon und den ohrenbetäubenden Verkehrslärm der Millionen Mofas in Richtung der Provinz Long An. Nach zwei Stunden Fahrt vorbei an Feldern mit gemächlich grasenden Wasserbüffeln, erreichen wir unser Ziel. Wir sind im Dorf Kotchi bei Familie Huang, deren Haus idyllisch gelegen ist zwischen Reisfeldern, Mangobäumen und Bananenstauden. Als wir eintreten, putzt Frau Huang gerade den frischen Schlangenfisch für unser Mittagessen. Mit einem Messer befreit sie den Fisch von Schuppen, nimmt ihn aus und schneidet ihn in gleichmäßige Scheiben. Während das Fleisch in einem Tontopf mit Zwiebeln, Knoblauch und einer karamellisierten Sauce schmort, widmet Frau Huang dem Reis ihre volle Aufmerksamkeit. Ehe der Reis 15 Minuten kochen darf, befeuert sie die Kochstelle und holt Wasser aus dem eigenen Brunnen, das sie zusammen mit dem Reis aufsetzt. Nachdem der Reis gar ist, lockert sie ihn mit Holzstäbchen vorsichtig auf und lässt ihn ein paar Minuten stehen. Und nur wenige Augenblicke später zergehen der zarte Reis und das aromatische Fleisch an unseren Gaumen.
|
gefällt mir
folgen
mailen
abonnieren