Reiskocher

Reis aus dem Reiskocher, hilfreich und unkompliziert

Bei Reiskochern gibt es die unterschiedlichsten Geräte, entscheidend ist die richtige Grundtechnik – dann ist der Kochvorgang nur noch Einstellungssache!

Bei Reiskochern gibt es die unterschiedlichsten Geräte, entscheidend ist die richtige Grundtechnik – dann ist der Kochvorgang nur noch Einstellungssache!

Der Reis

Bestens geeignet sind ORYZA Ideal Reis, ORYZA Jasminreis, Basmatireis und ORYZA Spitzen Langkornreis.

Die Flüssigkeit

Wasser oder Brühe – Du hast die Wahl! Wahlweise kommen gleich zu Beginn noch Gewürze nach Geschmack hinzu.

Die Zeit

Für das Gelingen sind die Reissorte, die Menge der Flüssigkeitszugabe und die Garzeitempfehlungen gleich wichtig.

Stevan Paul erklärt

Alles, was Du über das Garen von Reis im Reiskocher wissen solltest.

Ein Reiskocher nimmt Dir die Kontrolle über Zeit und Temperatur komplett ab: Reis und Wasser im richtigen Verhältnis hinein, Deckel zu, Programm starten – fertig ist perfekt gegarter Reis.

Die hier vorgestellte Vorgehensweise funktioniert unabhängig vom Modell – egal ob einfacher Reiskocher mit nur einem Ein-/Aus-Schalter oder digitales Gerät mit verschiedenen Garprogrammen. Es ist sinnvoll, sich mit dem eigenen Reiskocher vetraut zu machen und die Gebrauchsanleitung zu studieren. 

Je nach Reissorte unterscheidet sich das ideale Verhältnis von Reis zu Wasser. Richtwerte findest Du weiter unten in unserer Tabelle, prüfe aber am besten immer auch die Bedienungsanleitung des eigenen Geräts.

So funktioniert der Reiskocher

Reis und Wasser kommen gemeinsam in den Innentopf, der Deckel wird geschlossen, das passende Programm gestartet – bei einfachen Geräten der Kochschalter auf „Cook“, bei digitalen Reiskochern das jeweilige Programm. Ab diesem Moment übernimmt das Gerät die Temperaturführung automatisch, ein Anbrennen ist praktisch ausgeschlossen.

Ist der Garvorgang beendet, sollte der Reis noch 5 bis 10 Minuten im geschlossenen Topf ruhen, bevor er mit einem Reislöffel oder einer Gabel vorsichtig aufgelockert wird.

Garmethode

Digitale Reiskocher bauen diese Ruhe- und Lockerungsphase automatisch in ihr Kochprogramm ein, bei einfachen Modellen holt man sie manuell nach.

Sobald der Reis fertig ist, schaltet der Reiskocher automatisch vom Koch- in den Warmhaltemodus – die meisten modernen Reiskocher sind mit einer speziellen Funktion hierfür ausgestattet. Die Textur bleibt bis zu 30 Minuten gut, länger als eine Stunde sollte es nicht sein.

Welcher Reis ist für das Garen im Reiskocher geeignet?

Welcher Reis ist für das Garen im Reiskocher geeignet?

Im Reiskocher gelingen viele Reissorten, vorausgesetzt, das Verhältnis von Reis und Wasser stimmt. Locker und körnig werden ORYZA Ideal Reis, ORYZA Spitzen Langkornreis und ORYZA Himalaya Basmatireis. ORYZA Jasminreis gart etwas weicher und behält seine typische leichte Haftung. 

Zwei Oryza Reissorten zeigen besonders schön, was der Reiskocher kann:

Klassiker

ORYZA Jasmin Reis

Jasminreis ist in Thailand beheimatet und bringt sein feines, blumiges Aroma mit in die Küche. Im Reiskocher gart er weich und saftig, die Körner haften leicht aneinander, ohne zu verkleben.

Gut für: den perfekt gegarten Reis als Beilage oder Basis für die asiatische und die eigene Küche.

Der Allrounder

ORYZA Spitzen Langkornreis

ORYZA Spitzen Langkornreis gelingt auch im Reiskocher locker und leicht klebend. Ideal als Beilage oder Basis für asiatische Gerichte er ist aber auch für regionale Rezepte ein Gewinn.

Gut als: echter Allrounder ist Oryza Spitzen Langkornreis ein Reis für alle Fälle!

Mit dem Reiskocher arbeiten

Reis und Flüssigkeit: das Verhältnis muss stimmen!

Damit der Reiskocher zuverlässig funktioniert, muss die Wassermenge zur Reissorte passen. Langkorn-, Rundkorn-, Vollkorn- und Parboiled-Reis nehmen unterschiedlich viel Wasser auf und benötigen verschiedene Garzeiten. Maßgeblich sind deshalb die Angaben des Geräteherstellers.

Richtwerte findest Du weiter unten in unserer Tabelle, prüfe aber am besten immer auch Bedienungsanleitung des eigenen Geräts.

Reissorte Verhältnis Reis : Wasser
Basmatireis / Jasminreis 1 : 1,25
Rundkorn-Reis 1 : 2
Langkornreis (neutral) 1 : 1,5
Parboiled Reis 1 : 1,75
Vollkornreis 1 : 2

Reis und Wasser kommen gemeinsam in den Innentopf, der Deckel wird geschlossen, das passende Programm gestartet.

Technisches Garen mit Handwerk

Reis im Reiskocher garen

Jeder Reis verlangt nach einer anderen Flüssigkeitsmenge, die auch abhängig vom verwendeten Gerät ist. Der Kochvorgang selbst ist immer ähnlich:

Den Reis waschen

Vor dem Garen wird der Reis direkt im Innentopf des Reiskochers unter kaltem Wasser vorsichtig kurz gewaschen. Dabei wird überschüssige Stärke entfernt, der Reis gelingt dann im Reiskocher körnig bis appetitlich klebrig. Vor dem Garen im Sieb abtropfen lassen.

Das Einfüllen

Der Reis und die abgemessene Flüssigkeit (Wasser oder Brühe) kommen gemeinsam in den Innentopf.

Pur schmeckt Reiskocher-Reis schon sehr gut, lässt sich aber vor oder nach dem Garen leicht verfeinern – etwa mit Salz, Gewürzen, einem Stück Butter oder frischen Kräutern.

Garzeit

Der Deckel wird geschlossen und das passende Programm gestartet.

Bei einfachen Geräten der Kochschalter auf „Cook“, bei digitalen Reiskochern das jeweilige Programm. Ab diesem Moment übernimmt das Gerät die gesamte Temperaturführung automatisch.

Ruhen lassen, locker machen!

Nach dem Garen ruht der Reis 5 bis 10 Minuten im geschlossenen Topf, dann wird er mit Reislöffel oder Gabel aufgelockert. Digitale Geräte bauen die Ruhephase ein und halten den Reis danach warm – bis zu 30 Minuten bleibt die Textur gut.

Aus Erfahrung

Die vier häufigsten Fehler

Das Mengenverhältnis nicht abwiegen und messen

Der wohl häufigste Fehler bei der Nutzung eines Reiskochers ist ein falsches Reis-Wasser-Verhältnis. Es lohnt sich daher, kurz in die Bedienungsanleitung des eigenen Geräts oder in unsere Reis-Wasser-Tabelle oben zu schauen.

Besser so: Reis und Wasser genau abmessen – laut Bedienungsanleitung oder Reis-Wasser-Tabelle.

Den Reis vorab nicht waschen

Es empfiehlt sich alle Reissorten vor dem Garen im Reiskocher kurz in kaltem Wasser zu waschen, um die überschüssige Stärke zu entfernen.

Besser so: Den Reis vor dem Garen kurz in kaltem Wasser waschen.

Mal reinschauen zwischendurch

Der Reiskocher sollte während des gesamten Garvorgangs nicht geöffnet werden. Man kann sich leicht am heißen Dampf verbrennen und es entweicht zudem Flüssigkeit, die wir zum gleichmäßigen Garen des Reises benötigen.

Besser so: Den Deckel geschlossen lassen, bis das Programm fertig ist.

Die Ruhe nicht eingehalten

Ohne Ruhephase bleiben die Körner am Topfboden feuchter und heißer als oben. Im geschlossenen Topf verteilt der restliche Dampf die Feuchtigkeit gleichmäßig, die Körner festigen sich und lassen sich danach leichter auflockern.

Besser so: Den Reis nach dem Abschalten 5 bis 10 Minuten im geschlossenen Topf ruhen lassen, dann auflockern.

Das Grundrezept

Reis aus dem Reiskocher - das Rezept!

Einfacher geht Reis kaum: waschen, abmessen, Programm starten. Den Rest erledigt der Reiskocher, er gart den Reis gleichmäßig und schaltet am Ende von selbst ab. Das gibt Dir Zeit für ergänzende Kochzubereitungen oder andere Dinge.

Zutaten

● 250 g Reis nach Wahl
● Flüssigkeit (Wasser oder Brühe) im passenden Verhältnis, siehe Tabelle
● Salz

Was unseren Jasminreis so besonders macht?
Jasminreis bringt sein feines, blumiges Aroma mit in die Küche. Im Reiskocher gart er weich und saftig, die Körner haften leicht aneinander, ohne zu verkleben.

 
Oryza Jasminreis entdecken
Oryza Steps Reiskocher 01

Tipp: die Außenseite des Innentopfes mit dem abgegossenen Reis trocken wischen. Das verhindert, dass überschüssiges Wasser zu viel Hitze leitet. 

Oryza Steps Reiskocher 03

Tipp: Ein falsches Reis-Flüssigkeit-Verhältnis ist der häufigste Fehler bei der Nutzung eines Reiskochers – lieber einmal öfter nachsehen oder nachschlagen.

Oryza Steps Reiskocher 02

Tipp: Der Deckel bleibt während der gesamten Garzeit geschlossen – nicht öffnen, nicht rühren. Sonst entweicht der Dampf und der Reis gart ungleichmäßig.

Oryza Steps Reiskocher 04

Tipp: 

Reis pur schmeckt bereits sehr gut, lässt sich aber vor dem Garen direkt leicht verfeinern – etwa mit Salz, einem Stück Butter oder frischen Kräutern. Werden beim Einfüllen (Step 3) zusätzlich Gewürze zugegeben, entstehen beispielhaft folgende Gewürz-Reis-Variationen:

  • Butterreis: 20 g Butter und ein Lorbeerblatt
  • Safran-Reis: 0,1 g gemahlener Safran
  • Paprika-Reis: 1–2 TL Paprikapulver edelsüß, 1 Msp. Paprikapulver rosenscharf
  • Curry-Reis: 1 TL Currypulver 
  • Orientalischer Reis: 1 TL Garam Masala oder Ras-el-Hanout-Gewürzmischung

Was Sie schon immer über das Reiskochen mit Reiskocher wissen sollten

Reiskocher – clever garen!

Auf welcher Gartechnik basieren Reiskocher?

Gerade haben wir die Zubereitung im Reiskocher kennengelernt: Reis und eine abgemessene Menge Wasser kommen gemeinsam in den Innentopf, das Gerät übernimmt das Erhitzen und schaltet am Ende des Garvorgangs automatisch ab. Im Grunde arbeitet der Reiskocher damit nach der Quellmethode. Das Wasser wird nicht abgegossen, sondern vom Reis aufgenommen oder verdampft.

Eine japanische Erfolgsgeschichte

Elektrische Geräte zum Reiskochen gab es in Japan bereits in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie erhitzten den Topf, konnten den Garvorgang jedoch noch nicht selbstständig beenden. Der entscheidende Fortschritt gelang Mitte der 1950er-Jahre: 1955 brachte Toshiba mit dem ER-4 den ersten kommerziell erfolgreichen automatischen Reiskocher für den Haushalt auf den Markt.

Das Gerät beendete das Erhitzen selbstständig und machte damit eine Arbeit berechenbarer, die zuvor Aufmerksamkeit und Erfahrung verlangte. In Japan und später in vielen weiteren Ländern Asiens entwickelte sich der Reiskocher rasch zum alltäglichen Küchengerät. Im Laufe der Zeit kamen Warmhaltefunktionen, Zeitschaltungen und Programme für unterschiedliche Reissorten und Zubereitungen hinzu.

Moderne Geräte arbeiten je nach Bauart mit elektronischer Temperatursteuerung, Induktion oder Druck. Manche passen Heizleistung und Garzeit während des Kochens mehrfach an. Das grundlegende Ziel bleibt jedoch dasselbe: Reis möglichst gleichmäßig zu garen, ohne dass ständig Temperatur und Garzeit kontrolliert werden müssen.

Wie erkennt der Reiskocher das Garende?

Solange sich noch ausreichend freies Wasser im Topf befindet, steigt dessen Temperatur unter normalem Luftdruck kaum über den Siedepunkt. Die zugeführte Energie wird vor allem benötigt, um das Wasser zu erhitzen und teilweise in Dampf umzuwandeln. Währenddessen nehmen die Reiskörner Wasser auf, ihre Stärke verkleistert und der Reis wird weich.

Ist das freie Wasser weitgehend aufgenommen oder verdampft, kann die Temperatur am Topfboden deutlicher ansteigen. Ein Temperaturfühler registriert diesen Wechsel. Einfache Reiskocher beenden daraufhin den Garvorgang oder schalten automatisch auf eine niedrigere Warmhaltestufe. Elektronisch gesteuerte Modelle nutzen mehrere Temperatur- und Zeitwerte, um zusätzlich Einweich-, Koch- und Ruhephasen zu regeln.