Italien

„Il riso nasce nell’acqua e muore nel vino.“ (Lombardisches Sprichwort)

„Reis wird im Wasser geboren und stirbt im Wein.“ Dieses Sprichwort aus der Lombardei zeigt, wie eng Reis und Genuss in Italien verwoben sind. Es besagt, dass Reis erst auf überfluteten Feldern wächst, bevor er für ein gutes Risotto mit Wein abgelöscht werden muss. Gleichzeitig steht es auch für das Genießen der Früchte harter Arbeit. Denn trotz aller modernen Techniken: Reisanbau ist zu einem großen Teil immer noch das: harte Arbeit.

„Reis wird im Wasser geboren und stirbt im Wein.“ Dieses Sprichwort aus der Lombardei zeigt, wie eng Reis und Genuss in Italien verwoben sind. Es besagt, dass Reis erst auf überfluteten Feldern wächst, bevor er für ein gutes Risotto mit Wein abgelöscht werden muss. Gleichzeitig steht es auch für das Genießen der Früchte harter Arbeit. Denn trotz aller modernen Techniken: Reisanbau ist zu einem großen Teil immer noch das: harte Arbeit.

Wo Risotto zu Hause ist.

Hättest du gewusst, dass Italien der größte Reisproduzent Europas ist? Im Norden Italiens, im Piemont und der Lombardei, erstrecken sich Reisfelder, soweit das Auge reicht. Seit dem 15. Jahrhundert wird in der Po-Ebene Reis angebaut, traditionell im Nassreisanbau, bei dem die Felder während der Wachstumsphase unter Wasser stehen. Das Wasser stammt dabei meist aus den Alpen, es ist zu großen Teilen Schmelzwasser, dass über Kanäle auf die Reisfelder geleitet wird. Die Ernte erfolgt in der Regel im September.

Die wichtigsten Reissorten Italiens.

Wie bedeutsam Reis für die Italiener ist, erkennst du auch daran, dass es eine eigene italienische Reisbehörde gibt. Die „Ente Nazionale Risi“ erkennt unglaubliche 200 verschiedene italienische Reissorten an!

Zu den wichtigsten gehören:

Carnaroli: Der König des Risottos. Gilt als bester Risotto-Reis Italiens. Bleibt beim Kochen typisch „al dente“, also bissfest und gleichzeitig cremig.

Arborio: Der klassische Mittelkornreis ist sehr stärkehaltig und ergibt etwas weichere, klebrigere Risottos als Carnaroli.

Vialone: Dieser Mittelkornreis nimmt viel Flüssigkeit auf und wird für ein klassisches all’onda Risotto geschätzt. All’onda bedeutet, dass es beim Schwenken in Pfanne oder Topf sanfte „Wellen“ (onde) schlägt.

Reis in seiner ganzen Vielfalt.

Risotto mag das berühmteste Reisgericht Italiens sein – es ist bei weitem nicht das einzige. Die regionalen Küchen Italiens kennen eine schier unendliche Vielfalt an Reisgerichten. Zum Beispiel das traditionell sizilianische Timballo di Riso, eine Art Reispastete mit Fleisch, Gemüse und Käse. Arancini di Riso, gefüllte und frittierte Reiskugeln, stammen ursprünglich ebenfalls aus Sizilien. Risi e Bisi, Reis mit Erbsen, ist ein Klassiker der venezianischen Küche. Supplí al Telefono wiederum sind typisch römisches Streetfood, bei dem ein Reisteig mit einem Stück Mozzarella gefüllt und knusprig ausgebacken wird. Der Name stammt übrigens vom Käse, der beim Aufbrechen der Spezialität lange Fäden zieht, die an das Kabel eines altmodischen Telefons erinnern.