Reis im Dampf garen
Gedämpfter Reis: Die neue Leichtigkeit
Die Garmethode Dämpfen eignet sich besonders, wenn die Textur im Mittelpunkt steht: elastisch und haftend bei Klebreis-Rezepten, locker und klar voneinander getrennt bei Langkornreis. Entscheidend ist neben dem Dampf das richtige Zusammenspiel aus Reissorte, vorheriger (!) Wasseraufnahme und gleichmäßiger Hitze beim Dämpfen.
Ein Rezept am Beispiel Milchreis – als Klebreis-Rezept für die asiatische Küche!
Die Garmethode Dämpfen eignet sich besonders, wenn die Textur im Mittelpunkt steht: elastisch und haftend bei Klebreis-Rezepten, locker und klar voneinander getrennt bei Langkornreis. Entscheidend ist neben dem Dampf, das richtige Zusammenspiel aus Reissorte, vorheriger (!) Wasseraufnahme und gleichmäßiger Hitze beim Dämpfen.
Ein Rezept am Beispiel Milchreis – als Klebreis-Rezept für die asiatische Küche!
Der Reis
Geeignet sind ORYZA Ideal Reis und ORYZA Spitzen Langkornreis, für die Zubereitung nach Klebreis-Art unser ORYZA Milchreis.
Die Flüssigkeit
Wasser und Wasserdampf sind die milden Helfer bei der schonenden Zubereitung von gedämpftem Reis.
Die Zeit
Rund 30-40 Minuten gart der zuvor in Wasser vorgeweichte oder vorgekochte Reis je nach Sorte im Dampf.
Stevan Paul erklärt
Alles, was Du über die Zubereitung von gedämpftem Reis wissen solltest …
Beim Dämpfen gart Reis nicht direkt im Wasser, sondern durch heißen Wasserdampf. Dafür gibt es zwei unterschiedliche Methoden: Der rohe Reis wird entweder mehrere Stunden eingeweicht und anschließend direkt gedämpft. Oder er wird zunächst in Wasser vorgekocht, abgegossen und danach im geschlossenen Topf durch den aufsteigenden Dampf fertig gegart.
Eingeweicht und direkt gedämpft
Diese Methode wird in Südostasien traditionell für echten Klebreis verwendet. Für eine unkomplizierte Klebreis-Variante kannst Du ORYZA Milchreis nehmen. Seine rundlichen Körner werden beim Dämpfen weich und entwickeln eine angenehm haftende Konsistenz. Das Ergebnis erinnert an gedämpften Klebreis, bleibt aber etwas körniger und weniger elastisch als das Original. Damit die Körner gleichmäßig garen, muss der Milchreis vorher mehrere Stunden in Wasser weichen. Anschließend lässt Du ihn gründlich abtropfen und gibst ihn locker in Deinen Dämpfeinsatz.
Ganz easy!
Zwei Garstufen zur Perfektion
Vorgekocht und fertig gedämpft
Für lockeren, körnigen Reis wird der Reis zunächst in reichlich Wasser nur knapp vorgegart. Anschließend gießt Du ihn ab und lässt ihn feucht im geschlossenen Topf durch den eigenen Dampf fertig garen.
Besonders gut gelingt diese Methode mit ORYZA Himalaya Basmati, ORYZA Ideal Reis oder ORYZA Spitzen Langkornreis.
Wasser zuerst, Dampf danach
Ganz gleich, welche Methode Du wählst: Ohne vorherige Wasseraufnahme kann Reis im Dampf nicht gleichmäßig weich werden. Beim direkten Dämpfen übernimmt das Einweichen diese Aufgabe, beim zweiten Verfahren das Vorkochen. Eine kurze Ruhephase nach dem Dämpfen sorgt schließlich dafür, dass sich Wärme und Feuchtigkeit gleichmäßig verteilen. Danach den Reis vorsichtig auflockern – und genießen.
Die Basics
Das richtige Equipment
- Topf mit Dämpfeinsatz: Ein gelochter Edelstahleinsatz wird in einen passenden Topf gesetzt und mit dem Deckel abgedeckt. Der Dämpfeinsatz darf das Wasser nicht berühren.
- Metallsieb mit Tuch: Du kannst auch ein Metallsieb mit einem sauberen, dünnen Baumwoll-, Mull- oder Passiertuch auslegen. Das Tuch vorher anfeuchten und gut auswringen.
- Elektrischer Dampfgarer: Der Reis kommt in einen gelochten und gegebenenfalls ausgelegten Einsatz. Wassermenge und Garzeit werden am Gerät eingestellt.
- Dampfbackofen oder Kombidämpfer: Eingeweichter Reis kann in einem perforierten Garbehälter gedämpft werden.
- Reiskocher mit Dämpfeinsatz: Einige Reiskocher besitzen einen gelochten Einsatz. Ob sich darin roher, eingeweichter Reis zuverlässig dämpfen lässt, hängt vom Gerät ab.
Welcher Reis eignet sich?
Die Klebreis-Variante
ORYZA Milchreis
Für eine unkomplizierte Klebreis-Variante kannst Du ORYZA Milchreis nehmen. Seine rundlichen Körner müssen zuvor eigeweicht werden, beim Dämpfen entwickeln sie eine angenehm haftende Konsistenz. Das Ergebnis erinnert an Klebreis, bleibt aber etwas körniger als das Original.
Gut für: asiatische Rezepte bei denen leicht haftender Reis gefragt ist, z. B. als Beilage zu Wokgerichten und Currys oder für Süßspeisen wie unseren Mango Sticky Reis.
Der Lockere
ORYZA Spitzen Langkornreis
Für lockeren, körnigen Reis aus dem Dampf eignen sich ORYZA Ideal Reis, ORYZA Spitzen-Langkornreis und ORYZA Himalaya Basmati besonders gut. Der Reis wird zunächst in reichlich Wasser knapp vorgegart und anschließend im geschlossenen Topf durch den eigenen Dampf fertig gegart.
Gut für: die besonders schonende Zubereitung, bei der der Reis seine lockere, körnige Struktur behält, aber besonders sanft und aromenstark gart.
Wichtig zu wissen
Warum Du den Reis für die Dampfgarmethode vorab weichen oder kurz kochen musst …
Trockener Reis nimmt durch Dampf allein nur langsam und ungleichmäßig Feuchtigkeit auf. Deshalb muss er vorher eingeweicht oder kurz vorgekocht werden. So gelangt genügend Wasser ins Korn, damit die Stärke beim anschließenden Dämpfen gleichmäßig verkleistert und der Reis vollständig weich wird.
ORYZA Milchreis wird für unsere Klebreis-Variante mehrere Stunden eingeweicht und anschließend direkt gedämpft. ORYZA Langkornreis wird dagegen kurz vorgekocht, abgegossen und im Dampf fertig gegart.
Das Handwerk
Dämpfen in vier Steps
Ob körnig gedämpfter Spitzen Langkornreis oder Milchreis nach der Klebreis-Technik: Das Dämpfen hat Methode!
Den Reis waschen
Den zuvor abgewogenen Reis kurz in einer Schüssel mit Wasser bedeckt waschen. Dabei wird die überschüssige Stärke entfernt, der Reis gelingt besonders körnig. Vor dem Garen im Sieb abtropfen lassen.
Den Reis weichen oder kurz vorkochen
ORYZA Milchreis wird für unsere Klebreis-Variante mehrere Stunden eingeweicht und anschließend direkt gedämpft. ORYZA Langkornreis-Sorten werden dagegen kurz vorgekocht, abgegossen und im Dampf fertig gegart.
Dämpfen mit Deckel und Abstand
Unabhängig von Methode und Equipment gilt: Das Wasser darf den Reis nicht berühren, sollte aber während der gesamten Garzeit leise sieden. Der Deckel bleibt möglichst geschlossen, damit Temperatur und Dampf nicht entweichen.
Garen und Wasserstand prüfen
Zwischendurch den Wasserstand prüfen und bei Bedarf heißes Wasser nachfüllen. Der Reis ist fertig, wenn die Körner weich sind und leicht aneinanderkleben. Kurz ruhen lassen, mit einer Gabel auflockern und servieren.
Aus Erfahrung
Was sind die vier häufigsten Fehler?
Der Reis ist nicht ausreichend lang gewässert oder vorgekocht
Quillt der Reis nur kurz oder ist er nicht ausreichend vorgekocht, garen die Körner im Dampf ungleichmäßig und bleiben innen hart.
Besser so: Den Reis lange genug einweichen oder ausreichend vorkochen.
Der Reis ist zu hoch eingefüllt
Ist der Reis zu hoch und zu dicht eingefüllt, erreicht der Dampf nicht alle Körner und sie garen ungleichmäßig.
Besser so: Den Reis locker und flach einfüllen – 250 g Rohreis lassen sich gut dämpfen.
Der Reis bekommt Kontakt mit dem Kochwasser
Berührt der Reis im Garkorb oder Sieb das Wasser im Topf, wird er gekocht statt gedämpft und kann matschig werden.
Besser so: Genug Abstand zwischen Wasser und Garkorb lassen.
Dampf entweicht
Wichtig ist, dass der Gareinsatz mit dem Topfrand abschließt und der passende Deckel nahtlos aufsitzt. Entweicht kontinuierlich Dampf durch eine schlecht schließende Dämpfkonstruktion, gart der Reis nicht gleichmäßig.
Besser so: Einen Einsatz wählen, der mit dem Topfrand abschließt, und den Deckel dicht auflegen.
Ein Grundrezept
Milchreis nach Klebreis-Art gedämpft: Das Rezept!
Milchreis von ORYZA gart schonend über Wasserdampf statt im Kochwasser. Durch langes Einweichen und behutsames Dämpfen werden die Körner weich und leicht klebrig, ohne matschig zu werden – die besonders sanfte Art, Reis nach der Klebreis-Methode zuzubereiten.
Zutaten
● 250 g Oryza Milchreis
● Wasser zum Waschen und Einweichen
● Wasser zum Dämpfen
Was unseren Milchreis so besonders macht?
ORYZA Milchreis überzeugt durch sein mildes Aroma und seine ausgesuchte Rundkornqualität. Die Körner garen auch mit der Dampfzubereitung gleichmäßig, quellen zuverlässig und bleiben formstabil.
Ideal auch für die Klebreismethode aus dem Dampf, dabei gelingt ORYZA Milchreis leicht klebrig-super für die asiatische Küche!
Tipp: Durch das lange Einweichen quillt der Reis gleichmäßig vor und gart später schonend im Dampf statt im Kochwasser.
Tipp: Zwischendurch den Wasserstand prüfen und bei Bedarf vorsichtig heißes Wasser nachfüllen. Fertig ist der Reis, wenn die Körner weich sind und leicht aneinanderkleben, ohne matschig zu wirken.
Tipp:
Gedämpfter Reis nach Klebreis-Art wird traditionell nicht gesalzen, er dient vor allem in den Asia-Küchen als Geschmacksträger, um die Sauce aufzunehmen und Schärfe zu mildern. Du kannst den Reis aber beim Lockern gerne ein wenig salzen.
Der gedämpfte und ungesalzene Reis eignet sich aber auch hervorragend für Desserts wie unseren Mango Sticky Reis - das Rezept findest Du hier!
Wissenswertes über Reis dämpfen
Reis dämpfen – die sanfte Garmethode
Dampfgaren ist eine der ältesten Gartechniken überhaupt. In China wurden bereits vor rund 7.000 Jahren tönerne Gefäße mit durchlöchertem Boden über kochendem Wasser eingesetzt, um Reis zu garen – das gleiche Prinzip wie beim Dämpfen heute. Der Bambusdämpfer, wie man ihn heute kennt, kam viel später dazu, vermutlich zur Zeit der Han-Dynastie vor rund 2.000 Jahren.
Wie Dampfgaren funktioniert
Der Unterschied zu anderen Garmethoden liegt im Detail: Bei der Absorptionsmethode gart der Reis direkt im Wasser, das er vollständig aufnimmt. Beim Dämpfen dagegen hat der Reis nie Kontakt zum kochenden Wasser. Er liegt locker in einem perforierten Korb oder auf einem Tuch, während aufsteigender Dampf ihn von allen Seiten gleichmäßig gart. Das Ergebnis: Körner, die nicht matschig werden, sondern separat, bissfest und aromatisch bleiben – vorausgesetzt, der Dampf kann frei zirkulieren und der Wassernachschub reißt während der gesamten Garzeit nicht ab.
Klebreis als Paradebeispiel
Am eindrücklichsten zeigt sich die Technik beim Klebreis, der u. a. in Laos und Nordthailand als tägliche Beilage auf den Tisch kommt. Der stärkereiche Reis wird meist mehrere Stunden oder über Nacht eingeweicht, danach in einen mit Baumwolltuch ausgelegten Bambuskorb gefüllt und locker aufgeschichtet, nie festgedrückt. Erst der Dampf entfaltet die charakteristische, leicht klebrige und trotzdem bissfeste Konsistenz, die dieser Reis braucht – im kochenden Wasser würde er dagegen schnell zerfallen.
Vorteile und Einsatz in der Küche
Dämpfen gilt als besonders schonende Garmethode: Da der Reis nicht im Wasser schwimmt, bleiben mehr wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe erhalten, die beim Kochen sonst ins Wasser übergehen, und die Körner verkleben seltener. Das macht die Methode auch praktisch, um bereits gekochten Reis behutsam aufzuwärmen, ohne dass er austrocknet oder matschig wird. In mehrstöckigen Körben lassen sich zudem Reis und Beilagen gleichzeitig garen – ein Prinzip, das moderne elektrische Dampfgarer heute nachbilden. Ob Bambuskorb über dem Wok oder Einbaugerät in der Küchenzeile: Das Grundprinzip ist über Jahrtausende hinweg dasselbe geblieben.